Gymnastikräume, Sporthalle, Schule? – Flächennutzungsplan muss her!

FDP Ortsverband formuliert klaren Arbeitsauftrag an eigene Stadtratsfraktion

Die Sportvereine TuS und SV hatten sich in der Diskussion um die Sporthalle in Gildehaus konstruktiv und gemeinsam das Ziel auf die Fahne geschrieben (die GN berichteten in 2018 ausführlich), im ersten Schritt zwischen den Ortsteilen gemeinsame Gymnastikräume entstehen zu lassen. „Dies ging und geht einher mit der Diskussion um eine große, wettkampffähige Sporthalle ebenfalls zwischen den Ortsteilen.“ so der Ortsvorsitzende Florian M. Pletz. „Wenn es nach uns geht in Kombination mit einem modernen Schulzentrum. Natürlich ist gerade die Diskussion um das mögliche Schulzentrum und vor allem dessen Schulstruktur sehr komplex und steht auf einem anderen Blatt. Nur aktuell brauchen wir diese Diskussion nicht einmal theoretisch führen. Denn es fehlt an baurechtlicher Planungsgrundlage für solche Gedanken.“ „Auf Gemeindeebene gibt es zwei wesentliche Instrumente der Bauleitplanung. Im ersten Schritt gibt es einen Flächennutzungsplan, der Flächen klar zuordnet, welche Funktion diese in einer Kommune haben können und dürfen. Darauf aufbauend kann dann im zweiten Schritt erst ein passender Bebauungsplan erstellt werden.“, erklärt Rudolf Kreft, Beisitzer im Bentheimer Ortsvorstand. „Daher wollen wir als FDP Ortsverband nun schnellstmöglich im ersten Schritt zumindest einmal den rechtlichen Grundrahmen schaffen, dass an aktuell angedachten Flächen überhaupt Räumlichkeiten wie Gymnastikräume, eine Sporthalle oder aber eventuell auch einmal ein Schulzentrum enstehen können.“ 

„Dieser Flächennutzungsplan ist zwar noch keine inhaltliche, explizite Festlegung auf einen Standort für bspw. ein mögliches Schulzentrum, aber ohne brauchen wir gar nicht erst darüber nachdenken. Die Option eines zentralen Standorts mit Gymnastikräumen, Sporthalle und Schulzentrum – wie wir als Bentheimer FDP ihn zwischen Bentheim und Gildehaus und nördlich der L39 als beste Lösung erachten -, müssen wir also zumindest jetzt vorbereiten.“ hakt Hermann Niehaus, ebenfalls Beisitzer im Ortsvorstand der Bentheimer Freidemokraten, ein. „Daher wünschen wir uns nun schnellstmöglich von unseren Ratsherren, dass diese einen entsprechenden Antrag zur Beratung über einen Flächennutzungsplan für die Flächen nördlich der L39 im Stadtrat auf den Weg bringen. Wir wollen keine weitere, unnötige Zeit verlieren. Vor allem die Sportvereine brauchen im allerersten Schritt hier Planungssicherheit. Diese hatten sich ja bereits konstruktiv abgestimmt, zukünftig gemeinsame Räumlichkeiten zwischen den Ortsteilen aufzubauen. Damit dies möglich ist, benötigt es eben diesen Flächennutzunsplan.“

„Denken wir nun noch einen zweiten Schritt; gerade auch für die Schulen, die Schulleitungen aber auch Lehrkräfte ist eins wichtig: Planungssicherheit in Sachen Schulstandort. Wir wollen die Attraktivität des Lehrstandortes Bad Bentheim steigern. Dies geht vor allem auch durch einen rechtssicheren Rahmen, den wir aktuell noch nicht haben. Im Gegenteil: wir erzeugen eine extrem unglückliche Unsicherheit, durch die zähe Diskussion um das Thema Schulstandort. Es kann nicht sein, dass wir hier Schüler, Eltern aber vor allem auch Lehrer auch nur einen Moment länger als wirklich nötig im Unklaren lassen. Eine Entscheidung muss her. Die ist inhaltlich etwas komplexer in der Abstimmung, aber der baurechtliche Rahmen ist Grundbedingung. Daher muss es hier nun einen Schritt vorwärts gehen!“, formuliert Florian M. Pletz abschließend das klare, erste Ziel der Bentheimer Freidemokraten in Sachen zentralem Sport- und Schulstandort.

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